Glossar

Im Glossar finden Sie Definitionen und Erläuterungen zu wichtigen Begriffen der wissenschaftlichen Weiterbildung. Weitere Begriffsvorschläge und - wünsche können Sie uns gerne über unser Kontaktformular mitteilen.

Wählen Sie hier bitte den Anfangsbuchstaben des gesuchten Begriffes aus:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


A

 

Akademische Abschlüsse
Zu den akademischen Abschlüssen für den berufsqualifizierenden Abschluss eines Hochschulstudiums zählen ->Bachelor, ->Master, ->Diplom, ->Magister und ->Staatsexamen. Im Rahmen der aktuellen Studienreform (Bologna-Prozess) sollen bis zum Jahr 2010 in allen europäischen Hochschulen nur noch zwei akademische Abschlüsse vergeben werden: Bachelor und Master. Siehe auch ->Bologna-Prozess, ->Europäischer Hochschulraum.

Akkreditierung
Akkreditierung wird als zentrales Instrument zur Unterstützung der notwendigen Veränderungsprozesse in den europäischen Hochschulsystemen eingesetzt. Unter Akkreditierung von Studiengängen versteht man eine durch Evaluierung gesicherte Qualitätsprüfung bei der Einführung neuer und Überprüfung bereits bestehender Studiengänge durch entsprechende Einrichtungen (->Akkreditierungsagenturen), die dies international überprüfen, um so vergleichbare Leistungen abzusichern. Die Akkreditierung von Studiengängen steht unter den Prämissen Qualität zu sichern, Studierbarkeit nachzuweisen, Vielfalt zu ermöglichen sowie Transparenz zu schaffen. Die Akkreditierungsverfahren sollen zudem dazu beitragen die Mobilität der Studierenden zu erhöhen, sowie die internationale Anerkennung der Studienabschlüsse zu verbessern. Siehe auch ->Evaluation, ->Akkreditierungsagenturen, ->Akkreditierungsrat.

Akkreditierungsagenturen
Akkreditierungsagenturen sind vom ->Akkreditierungsrat anhand von Mindeststandards überprüfte und akkreditierte Agenturen. Sie sind berechtigt das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates, an von ihnen akkreditierte Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister, zu vergeben. Siehe auch ->Akkreditierung, ->Akkreditierungsrat.

Akkreditierungsrat
Um die Sicherung der Qualität in Lehre und Studium zu garantieren und um Studierenden, Arbeitgebern und Hochschulen eine verlässliche Orientierung durch verbesserte Transparenz zu bieten, wurde der Akkreditierungsrat durch Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) eingerichtet. Als unabhängige Einrichtung setzt sich der Akkreditierungsrat aus 17 Mitgliedern zusammen. Zu den Mitgliedern zählen Vertreter der Länder, der Hochschulen, der Studierenden und der Berufspraxis. Die Aufgabe des Akkreditierungsrates besteht darin, Agenturen zu begutachten bzw. zu akkreditieren, die ihrerseits wiederum Studiengänge akkreditieren, die zu den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister führen. Die Agenturen wie die von ihnen akkreditierten Studiengänge tragen im Falle einer erfolgreichen Begutachtung das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates. Siehe auch ->Akkreditierungsagenturen, ->Akkreditierungsrat.

Alumni
Alumni sind Personen, die ein Studium an einer Hochschule absolviert haben. Durch so genannte Alumni-Netzwerke erhalten die ehemaligen Absolventen die Möglichkeit, ihre sozialen Kontakte zu ihrer Hochschule und ehemaligen Kommilitonen zu pflegen und auszubauen, als auch die Option wissenschaftliche Weiterbildungsangebote wahrzunehmen. Hochschulen, die ihren Alumni über das Studium hinaus, die Teilnahme an wissenschaftlicher Forschung und Weiterbildung sowie kulturellen Aktivitäten ermöglichen, können ihrerseits vom Erfahrungspotential der Absolventen profitieren.

Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge
Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge zählen zu den traditionellen postgradualen Studiengängen. Sie dienen der Vermittlung weiterer wissenschaftlicher oder beruflicher Qualifikationen und/oder der Vertiefung und Ergänzung eines Hochschulstudiums, insbesondere zur Heranbildung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses. Postgraduale Studiengänge, die mit einem akademischen Hochschulgrad abschließen sollen höchstens 2 Jahre dauern. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein berufsqualifizierender Abschluss in einem vorangegangenen Studium. Die erforderlichen Voraussetzungen sind individuell geregelt und unterscheiden sich je nach Studiengang. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden die postgradualen Studiengänge bis zum Jahre 2010 in Weiterbildungsmaster oder konsekutive Master-Studiengänge umgewandelt, so dass die Bezeichnungen Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengang nach und nach verschwinden werden.


B

 

Bachelor
Bachelor bezeichnet einen akademischen Hochschulgrad, mit dem ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben werden kann. Die Regelstudienzeit beträgt mindestens drei und höchstens vier Jahre. Bachelor-Studiengänge konzentrieren sich auf die wissenschaftlichen Grundlagen eines Faches und berufsfeldbezogene Qualifikationen. Bachelor-Abschlüsse werden sowohl von Universitäten als auch Fachhochschulen angeboten. Bachelor und Master sind Teil eines neuen zweistufigen und europäischen Studiensystems. Bis zum Jahr 2010 sollen in allen europäischen Hochschulen nur noch zwei akademische Abschlüsse vergeben werden: Bachelor und Master. Siehe auch ->Master, ->Konsekutive Studiengänge, ->Bologna-Prozess, ->Europäischer Hochschulraum.

Blended Learning
Unter Blended Learning versteht man die sinnvolle Kombination von E-Learning mit den klassischen Lehr- und Lernformen der Präsenzlehre. Abgeleitet vom englischen Begriff "to blend" (deutsch: harmonisch verbinden) hat sich der Begriff Blended Learning für diese Lernmischform des integrierten Lernens durchgesetzt. Alternativ werden u.a. folgende Begriffe angewandt: hybride Lernarrangements oder internetgestützte Lehre. Ziel des Blended Learning ist es, die Vorteile beider Lehr-/Lernkonzepte zu nutzen und mehr Synergiepotenziale und Lernerfolge dadurch freizusetzen. Bei immer mehr wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiengängen oder weiterbildenden Studien, insbesondere wenn sie berufsbegleitend sind, ist Blended Learning inzwischen fester Bestandteil der Lehr- und Lernmethoden. Siehe auch ->E-Learning, -> Fernstudium, ->Präsenzstudium

Blockseminar
Siehe ->Seminar

Bologna-Prozess
In der Bologna-Erklärung vom 19. Juni 1999 haben die für das Hochschulwesen zuständigen Minister von 29 europäischen Staaten beschlossen, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu verwirklichen und zu diesem Zweck auf eine Konvergenz der jeweiligen Hochschulsysteme in Europa hinzuarbeiten. Die Vorbereitung und Umsetzung dieser Erklärung wird als Bologna-Prozess bezeichnet. Der Bologna-Prozess und die sich anschließenden Berliner und Prager Erklärungen sind keine verbindlich getroffenen Verträge oder Absprachen, sondern unverbindliche Absichtserklärungen der beteiligten Staaten. Inzwischen beteiligen sich 40 Länder am Bologna-Prozess, so dass diese Entwicklung weit über die 25 EU-Länder hinausgeht. Siehe auch ->Europäischer Hochschulraum.


C

 

Curriculum
Die lateinische Bezeichnung Curriculum "(Ver-)Lauf" steht für den Lehrplan eines Studienganges. In diesem Plan werden die Inhalte, Lernziele, Lernmethoden und die organisatorischen Strukturen eines Studienganges festgehalten.

D

 


DGWF
Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V., abgekürzt DGWF, ist eine bundesweit agierende Vereinigung von ca. 270 Institutionen und Personen aus dem Hochschul- und Weiterbildungsbereich in Deutschland. Die Hauptaufgaben bestehen in der Förderung, Koordinierung und Repräsentation der von den Hochschulen getragenen Weiterbildung und des Fernstudiums. Dazu gehört auch die Förderung von Forschung und Lehre auf diesen Gebieten. In jüngster Zeit richtet die DGWF ihr Augenmerk zudem verstärkt auf die Rolle der neuen Medien in der Hochschulweiterbildung und im Fernstudium.

Diplom
Der Diplomgrad zählt neben dem ->Magister zu den traditionellen Studienabschlüssen in Deutschland. Er wird nach erfolgreicher Abschlussprüfung und Diplomarbeit von einer Hochschule verliehen. Zusammen mit der Angabe der Fachrichtung kann der Diplomgrad als Berufsbezeichnung geführt werden. Rechtsgrundlage des Studiums ist die Diplomprüfungsordnung. Der Abschluss Diplom kommt aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften und ist heute darüber hinaus auch (noch) in wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fächern vertreten. In den Kultur- und Sprachwissenschaften dagegen ist er seltener zu finden. Diplom-Studiengänge gliedern sich in ein viersemestriges Grund- und ein anschließendes Hauptstudium. Sie konzentrieren sich auf ein bestimmtes Studienfach, in dem sie sich im Hauptstudium durch Vertiefungsrichtungen oder Wahlpflichtfächer spezialisieren können.

Duales Studium
Studiengang, bei dem Studium und berufliche (Aus-) Bildung bzw. Praxisphasen inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmt sind und auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen Hochschule und Unternehmen basieren.


E

 

ECTS
ECTS steht für European Credit Transfer System und ist das Europäische System zur Anrechnung von Studienleistungen, dessen Einführung ebenfalls im Rahmen des Bologna-Prozesses vereinbart wurde. Das System beruht auf dem Prinzip des gegenseitigen Vertrauens zwischen den teilnehmenden Hochschulen und stellt eine Methode dar, Studienleistungen zu messen sowie zu vergleichen und sie innerhalb einer Hochschule und/oder zwischen Hochschulen eines EU-Mitgliedstaates zu übertragen. Schlüsselelemente des ECTS sind die Bereitstellung von detaillierten Informationen über die angebotenen Lehrveranstaltungen und Module, die gegenseitige Zustimmung zwischen Heimat- und Gasthochschule und der Gebrauch von Leistungspunkten (die einzelnen Lehrveranstaltungen oder Modulen zugewiesen werden) als Hinweis auf den Arbeitsumfang für die Studierenden. Alle Hochschulen innerhalb der EU vergeben Leistungspunkte nach den gleichen Kriterien. Die Verwendung von ECTS trägt zu mehr Transparenz der Lehrpläne sowie der erbrachten Studienleistungen bei und erleichtert so die akademische Anerkennung. Mittels ECTS soll die Zusammenarbeit der europäischen Hochschulen gestärkt und der Wechsel von einer Universität zur anderen, auch grenzüberschreitend, erleichtert werden. Siehe auch ->ECTS-Leistungspunkte, ->Bologna-Prozess, ->Europäischer Hochschulraum.

ECTS-Leistungspunkte
ECTS-Leistungspunkte (engl. credit points) dienen der quantitativen Beschreibung nachweislich absolvierter Studienleistungen. ECTS-Leistungspunkte sind jeder einzelnen Lehrveranstaltung bzw. jedem einzelnen Modul zugeordnet. Sie beschreiben den Arbeitsaufwand ("workload"), der von den Studierenden für die erfolgreiche Teilnahme an einer Studiereinheit erbracht werden muss. Dabei werden neben dem Besuch einer Lehrveranstaltung bzw. eines Moduls alle Arbeitsformen (wenn sie Teil des offiziellen Studienprogramms sind) einschließlich Selbststudium, Vor- und Nachbereitung, Praktika, Exkursionen, Studien- und Abschlussarbeiten etc. berücksichtigt. Innerhalb von ECTS werden dem Arbeitspensum eines Studienjahres (Vollzeitstudium) 60 Leistungspunkte, einem Semester 30 Leistungspunkte zugeordnet. In Deutschland umfasst ein Leistungspunkt je nach Studienordnung 25 bis 30 Arbeitsstunden. Diese Art der Leistungsbewertung an Hochschulen findet sich vorwiegend in den Bachelor- und Master-Studiengängen und soll im Rahmen des Bologna-Prozesses auch sukzessive für andere Studiengänge eingeführt werden. Siehe auch ->ECTS, ->Modul, ->Bologna-Prozess, ->Europäischer Hochschulraum.

E-Learning
Elektronisch unterstütztes Lernen (E-Learning) ist Lernen unter Einsatz und Nutzung von elektronischen Medien und Kommunikationsmitteln, wie beispielsweise Internet oder CD-ROMs. Die speziellen Vorteile des E-Learning gegenüber der klassischen Präsenslehre sind zeitliche und örtliche Unabhängigkeit, inhaltliche und methodische Aktualität, ökonomischer und schneller Einsatz für unterschiedliche Zielgruppen, Vernetzung von Personen und Organisationen und unproblematische Kommunikation. Formen von E-Learning sind u.a. Web-basierte und Computer-basierte Trainingsanwendungen (WBT, CBT), Lernplattformen, Videokonferenzen, E-Tutoring sowie Blended Learning. Bei vielen wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiengängen oder weiterbildenden Studien, insbesondere wenn sie berufsbegleitend sind, ist E-Learning inzwischen fester Bestandteil der Lehr- und Lernmethoden. Reine E-Learning Weiterbildungsangebote sind selten und werden meist nur in Kombination mit Präsenzveranstaltungen angeboten. Siehe auch ->Blended Learning, ->Fernstudium, ->Präsenzstudium

Ergänzungsstudiengänge
Siehe ->Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge.

Evaluation
Evaluation (=systematische und sachgerechte Bewertung bzw. Beurteilung) ist wie die Akkreditierung ein Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle. Im Bildungsbereich bedeutet Evaluation das Erfassen und Bewerten von Prozessen und Ergebnissen zur Wirkungskontrolle, Steuerung und Reflexion. Konkret dienen Evaluierungen an Hochschulen der Beurteilung der Qualität von Lehr- und Lernprozessen, deren Zielen, Voraussetzungen, Abläufen und Ergebnissen. Hierzu zählen neben den fachlichen Bewertungen der Studienangebote auch didaktische und organisatorische Aspekte wie beispielsweise Studienbedingungen oder Verwaltungs- und Beratungsleistungen der Hochschule. Während bei der Akkreditierung überprüft wird, ob die geforderten Mindeststandards eingehalten werden, wird bei einer Evaluation mittels Indikatoren der Ist-Zustand von Lehre, Studium und Weiterbildung, gemessen an vorab festgelegten Zielen und Qualitätsmaßstäben für ein wissenschaftlich fundiertes Studium (Soll-Zustand), bewertet. Durch die Evaluation sollen Schwächen und Stärken aufgezeigt, vorhandene Entwicklungspotentiale besser ausgeschöpft und die Qualität der Lehre gesichert werden. Sie kann als interne Evaluation (Selbstevaluation) und/oder externe Evaluation (peer-review) erfolgen. In der Regel ist eine Evaluation ein gestuftes Verfahren, bei dem sich in regelmäßigen Abständen Follow up-Evaluationsprozesse bzw. -aktivitäten anschließen. Siehe auch ->Akkreditierung.

Europäischer Hochschulraum
Mit der Bologna-Erklärung von 1999 haben sich die europäischen Bildungsminister auf die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums bis zum Jahr 2010 geeinigt. Ziele der geplanten Studienreform sind die Einführung eines leicht verständlichen zweistufigen Studiensystems und vergleichbarer - europaweit gültiger - Abschlüsse (Bachelor, Master) einschließlich deren gegenseitigen Anerkennung, die Einführung eines Leistungspunktesystems (nach dem ECTS-Modell), die Förderung der Mobilität der Studierenden und Lehrenden sowie der europäischen Zusammenarbeit bei der Qualitätssicherung. Im Zusammenhang mit den genannten Zielen wird eine Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems angestrebt. Siehe auch ->Bologna-Prozess.


F

 

Fernhochschule
Fernhochschulen sind Universitäten oder Fachhochschulen, an denen im Vergleich zu herkömmlichen Hochschulen weitestgehend orts- und zeitunabhängig sowie berufsbegleitend studiert werden kann. Der Erwerb eines akademischen Grades an einer Fernhochschule entspricht dem eines regulären Präsenzstudiums. Die Lernmaterialien werden über das Internet oder den Postweg zur Verfügung gestellt, so dass Studierende ihr Studium an ihrem persönlichen Arbeitsplatz absolvieren können. Die Prüfungen finden in ausgewählten Studienzentren statt. Die bekannteste deutsche Fernhochschule ist die FernUniversität Hagen. Siehe auch ->Fernstudium, ->Hochschule, ->Präsenzstudium.

Fernstudium
Das Fernstudium ist eine Form der Aus- und Weiterbildung, bei der zwischen Lehrenden und Lernenden ausschließlich oder überwiegend eine räumliche Trennung besteht. Analog zum Präsenzstudium folgt das Fernstudium einem feststehenden Curriculum oder einem Aus- bzw. Weiterbildungsplan. Die Lerninhalte werden mittels Lehrmaterialien (u.a. Studienbriefe) oder über elektronische Medien (u.a. Lernplattformen, Blended Learning) zur Verfügung gestellt und in Form des Selbststudiums von den Studierenden erarbeitet. Der Lernprozess der Studierenden wird sowohl während der Selbststudienphase als auch während begleitender Präsenzseminare durch Tutoren, Studienleiter und ggf. auch durch Dozenten betreut; der Lernerfolg regelmäßig kontrolliert. Die Leistungsnachweise werden konventionell durch Klausuren und die aktive Teilnahme an Seminaren mit Referat und Hausarbeit erbracht. Ebenso gilt es, mündliche und schriftliche Prüfungen zu bestehen. Am Ende eines Studiums stehen meistens eine Abschlussprüfung und eine schriftliche Arbeit. Das Fernstudium wird häufig von Studierenden genutzt, die berufstätig oder in der Elternzeit sind. Siehe auch ->Fernhochschule, ->Präsenzstudium, ->Hochschule, ->E-Learning, ->Blended Learning.


G

 

Grundständiges Studium
Der Begriff "grundständiges Studium" ist gleichbedeutend mit einem Erststudium. Als grundständiges Studium wird eine erste abgeschlossene, in Studien- und Prüfungsordnung festgehaltene, berufsqualifizierende oder berufsbezogene Hochschulausbildung bezeichnet. Ein erfolgreich abgeschlossenes Erststudium ist die Voraussetzung für weiterführende postgraduale Studiengänge. Weiterbildende und Promotions-Studiengänge gelten laut Hochschulrahmengesetz ebenso wenig wie Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge als grundständige Studiengänge. Siehe auch ->Präsenzstudium, ->Fernstudium, ->Weiterbildende Studiengänge, ->Aufbau, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge.

Gütesiegel "Geprüfte Qualität"
Das Gütesiegel "Geprüfte Qualität" wird an wissenschaftliche Weiterbildungsangebote vergeben, die den Mindestqualitätsstandards des Qualitätsverbunds Netzwerk WissWeit der hessischen Hochschulen entsprechen. Alle in der Weiterbildungsdatenbank aufgeführten Angebote erfüllen die Qualitätsstandards. Veränderungen inhaltlicher oder organisatorischer Art innerhalb des Weiterbildungsangebots müssen dem Qualitätsverbund mitgeteilt werden. Beschwerden über etwaige Verletzungen der Mindestqualitätsstandards wird nachgegangen. Sie können mittels eines geregelten Verfahrens zum Entzug des Gütesiegels führen. Siehe auch ->Qualitätsverbund Netzwerk WissWeit.


H

 

Hessisches Hochschulgesetz (HHG)
Das Hessische Hochschulgesetz (HHG) regelt seit 1966 das Hochschulwesen auf Landesebene. Eine Aufgabe der Hochschulen ist unter vielen anderen auch die Förderung des weiterbildenden Studiums (HHG §3, Abs. 3). Das HHG und weitere Gesetze finden Sie hier. Siehe auch ->Hochschulrahmengesetz.

Hochschule
Hochschulen im Sinne des Hochschulrahmengesetzes (HRG) sind Universitäten, Fachhochschulen, pädagogische Hochschulen, Kunsthochschulen und sonstige Einrichtungen des Bildungswesens, die nach Landesrecht staatliche bzw. staatlich anerkannte Hochschulen sind. Die vier Kernaufgaben der Hochschulen sind Lehre, Studium, Forschung und Weiterbildung. Siehe auch ->Hochschulrahmengesetz, ->Präsenzstudium.

Hochschulrahmengesetz (HRG)
Das Hochschulrahmengesetz (HRG) legt allgemeine Grundsätze und Rahmenvorschriften für das Hochschulwesen in Deutschland fest. Regelungsgegenstände sind u.a. die Aufgaben der Hochschulen (Studium, Lehre, Forschung, Weiterbildung), die Zulassung zum Studium, die Mitglieder der Hochschule sowie die Organisation und Verwaltung der Hochschule. Auf Grundlage und im Rahmen des HRG haben die einzelnen Bundesländer ihre Landeshochschulgesetze erlassen. Das HRG und weitere Gesetze finden Sie hier.


I

 

Inhouse-Schulung
Die Durchführung von Weiterbildungsangeboten findet im Regelfall an den Hochschulen statt. Bei einigen Angeboten besteht zusätzlich die Möglichkeit diese firmen- bzw. organisationsintern durchzuführen. Die Mitarbeiter werden direkt im Unternehmen geschult. Die als Inhouse-Schulungen bezeichneten Weiterbildungsveranstaltungen bieten die Möglichkeit, Themen und Inhalte auf die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter anzupassen, und hinsichtlich Termin und Methodik flexibler agieren zu können.


K

 

Konsekutive Studiengänge
Konsekutive Studiengänge bezeichnen inhaltlich aufeinander aufgebaute Bachelor- und Masterstudiengänge (gestuftes Studienmodell). Laut Hochschulrahmengesetz (HRG § 19, Abs. 4) dürfen diese Studiengänge im Vollzeitstudium eine Regelstudienzeit von insgesamt fünf Jahren nicht überschreiten. Das Erststudium in einem konsekutiven Studiengang ist studiengebührenfrei. Siehe auch ->Bachelor, ->Master, ->Europäischer Hochschulraum.


L

 

Lebenslanges Lernen
Trotz vielfältiger Bezüge zu dem Begriff des lebenslangen Lernens gibt es keine allgemeingültige Definition. Die Europäische Kommission definiert lebenslanges Lernen als "alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt." Lebenslanges Lernen erfasst drei verschiedene Ebenen. Formales Lernen findet in Aus- und Weiterbildungseinrichtungen statt und führt zu anerkannten Abschlüssen und Qualifikationen. Nicht-formales Lernen erfolgt außerhalb des Bildungswesens beispielsweise am Arbeitsplatz oder im Rahmen privater und gesellschaftlicher Aktivitäten (Familie, Ehrenamt, Vereinsmitgliedschaft, Hobby, etc.). Informelles Lernen ist eine natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens. Es geschieht im Gegensatz zum formalen oder nicht-formalen Lernen oftmals unbemerkt, weshalb es von den Lernenden unter Umständen gar nicht als Erweiterung ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten wahrgenommen wird. Allen drei Lernformen ist die zeitliche Dimension gemeinsam. Sämtliche Lernaktivitäten werden als nahtloses Kontinuum von der Geburt bis ins hohe Alter angesehen. Lebensbegleitendes oder lebenslanges Lernen (LLL) wird nach Beschluss der Bologna-Folgekonferenz in Prag 2001 auch als ein wichtiges Element des europäischen Hochschulraums betrachtet.

Lernplattform
Eine Lernplattform ist eine auf einem Webserver installierte umfangreiche Software, die die Verwaltung und Nutzung von Lehrinhalten unterstützt, Instrumente für das kooperative Arbeiten und für Kommunikation bereitstellt sowie eine effiziente Betreuung der Lernenden fördert. Eine Lernplattform ist die elektronische Schnittstelle zwischen dem (Weiter-)Bildungsanbieter und den Lernenden. Neben vielen Informationen, Lernaufgaben und Übungen für die Lernenden ermöglicht sie die Kontaktaufnahme zu Kommilitonen und Dozenten sowie die Abgabe von Studienarbeiten. Gleichzeitig dient sie dem Bildungsanbieter zur Kurs- und Teilnehmerverwaltung oder zur Bearbeitung der Kursinhalte.


M

 

Magister (M.A.)
Der Magister zählt neben dem ->Diplom zu den traditionellen Studienabschlüssen in Deutschland. Mit der Magisterarbeit wird ein berufsqualifizierender Abschluss erworben und der akademische Grad eines Magister Artium, abgekürzt M.A., erlangt. Der Magistergrad wird ausschließlich an Universitäten und für geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer verliehen. Rechtsgrundlage des Studiums ist die Magisterprüfungsordnung. Magister-Studiengänge gliedern sich ebenfalls in ein Grundstudium, an dessen Ende eine Zwischenprüfung steht, und ein Hauptstudium. Das Studium besteht in der Regel aus einem Hauptfach und zwei Nebenfächern oder aus zwei Hauptfächern und gestaltet sich wesentlich freier als der Diplom-Studiengang.

Master
Master bezeichnet einen akademischen Hochschulgrad, mit dem ein zweiter (weiterer) berufsqualifizierender Abschluss erworben werden kann. Die Regelstudienzeit beträgt mindestens ein und höchstens zwei Jahre. Er kann auch berufsbegleitend erworben werden. Master-Studiengänge bieten eine vertiefende Spezialisierung, entweder anwendungsorientiert oder stärker forschungsorientiert, oder interdisziplinäre Weiterqualifikationen an. Master-Abschlüsse werden sowohl von Universitäten als auch Fachhochschulen angeboten. Bachelor und Master sind Teil eines neuen zweistufigen, europäischen Studiensystems und dürfen eine Regelstudienzeit von zusammen fünf Jahren nicht überschreiten. Bis zum Jahr 2010 sollen in allen europäischen Hochschulen nur noch zwei akademische Abschlüsse vergeben werden: Bachelor und Master. Siehe auch ->Bachelor, ->Bologna-Prozess, ->Europäischer Hochschulraum.

Modul
Ein Modul ist eine inhaltlich abgeschlossene Lehr- und Prüfeinheit, die fachlich sinnvoll aus ein bis mehreren Lehrveranstaltungen zusammengesetzt ist. Ein Modul erstreckt sich im Regelfall über ein Semester, maximal über ein Studienjahr. Man unterscheidet zwischen Basis-, Vertiefungs- und Aufbaumodulen. Sie können als Pflichtmodule, Wahlpflichtmodule oder Wahlmodule angeboten werden. Des Weiteren sollen auch disziplinenübergreifende Module entwickelt werden, die ergänzende Qualifikationen vermitteln (->Schlüsselqualifikationen). Für jedes Modul werden Leistungspunkte vergeben, die dem mit der Teilnahme verbundenen Zeitaufwand (Anwesenheit in den Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitung, Prüfung) entsprechen. Bei erfolgreichem Bestehen erhalten die Studierenden die volle, dem Modul zugeordnete Zahl an Leistungspunkten. Siehe auch ->ECTS-Leistungspunkte, ->Modularisierte Weiterbildung.

Modularisierte Weiterbildung
Die Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses ist zugleich auch Wegweiser für die wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen. Die Qualifizierung über Weiterbildung soll zunehmend in Modulen erfolgen. Ein modularisierter Studiengang besteht aus verschiedenen, aufeinander aufbauenden Modulen, die zusammen das Qualifikationsziel des weiterbildenden Studiengangs vermitteln. Modularisierung ist dementsprechend ein Organisationsprinzip, bei dem Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen, Übungen etc. zu inhaltlich und zeitlich abgeschlossenen und überprüfbaren Lehr- und Lerneinheiten zusammengefasst und mit Leistungspunkten versehen werden. Des Weiteren verspricht Modularisierung eine Flexibilisierung der Aus- und Weiterbildungswege und schnellere Reaktionsmöglichkeiten der Hochschulen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes und die Entwicklungen der Berufsfelder. Durch den Austausch von Modulen und damit Teilqualifikationen soll es möglich sein, die Gesamtqualifikation zu ändern, ohne den Studiengang im Ganzen reformieren zu müssen. Im Hinblick auf die Gestaltung individueller Berufs- und Weiterqualifikationen ergeben kleinere, flexibel miteinander zu verknüpfende Module gerade im Weiterbildungsbereich mehr Kombinationsmöglichkeiten als umfangreiche Fächer. Siehe auch ->Modul, ->Bologna-Prozess, ->Europäischer Hochschulraum.


P

 

Postgraduale Studiengänge
Siehe ->Aufbau, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge.

Präsenzstudium
Das Präsenzstudium gilt als die klassische Form des Studiums. Ein Präsenzstudium in Vollzeitform erfordert die regelmäßige Anwesenheit der Studierenden am Hochschulort und die aktive Teilnahme an den verschiedenen Lehrveranstaltungen. Als Vollzeitausbildung lässt es im Allgemeinen keine studienbegleitende Kontinuierliche Erwerbstätigkeit zu. Die Lernortgebundenheit des Präsenzstudiums ermöglicht eine unmittelbare Interaktivität zwischen Lehrenden und Lernenden über den gesamten Lernprozess hinweg. Die räumliche Nähe zu und der direkte Dialog mit den Dozenten, Tutoren und Studienbetreuern zeichnen ein Präsenzstudium aus. Seit einigen Jahren lässt sich ein Wandel in der traditionellen Hochschulausbildung beobachten. Als Ergänzung zur reinen Präsenzlehre in der Aus- und insbesondere der Weiterbildung werden mit steigender Tendenz Formen des elektronisch gestützten Lernens in traditionelle Lehr- und Lernformen integriert oder unterstützend angeboten. Die Kombination aus Präsenzlehre und E-Learning (=Blended Learning) erweist sich hierbei aktuell als ein zukunftsfähiges Modell. Siehe auch ->Fernstudium, ->Fernhochschule, ->Hochschule, ->E-Learning, ->Blended Learning.


Q

 

Qualitätsverbund Netzwerk WissWeit
Der Qualitätsverbund Netzwerk WissWeit ist ein Zusammenschluss der zehn staatlichen hessischen Universitäten und Fachhochschulen zur Qualitätssicherung und gemeinsamen Vermarktung ihrer wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote. Die Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft verpflichten sich zur Einhaltung der von ihnen aufgestellten Mindestqualitätsstandards für das jeweilige Weiterbildungsprogramm. Die festgelegten Qualitätsstandards sollen Informationsinhalte und -umfang für die Verbraucher regeln und zugleich die Programm- und Durchführungsqualität der Weiterbildungsangebote sichern. Wesentliches Ziel ist der Verbraucherschutz der Teilnehmenden. Die Qualitätskriterien sind in folgende übergeordnete Kategorien untergliedert: Adressaten, Weiterbildungsangebote, Lehrende, Veranstaltungsinformationen, Räume und Ausstattung, Teilnahmenachweise, Evaluation sowie Datenschutz. Die aktuelle Gesamtübersicht der WissWeit-Qualitätskriterien zum Downloaden finden Sie hier (PDF-Dokument). Siehe auch ->Gütesiegel "Geprüfte Qualität".


S

 

Schlüsselqualifikationen
Für den Begriff Schlüsselqualifikationen existieren zahlreiche Synonyme wie beispielsweise Soft Skills, Zusatzqualifikationen oder soziale Kompetenzen. In jedem Fall bezeichnet er persönliche Fähigkeiten, die neben Fachwissen und unabhängig von Branche und Beruf von Bewerbern erwartet werden. Zu den Schlüsselqualifikationen zählen Kommunikations- und Teamfähigkeit genauso wie Durchsetzungs- und Problemlösungsfähigkeit. Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft, Belastbarkeit, organisatorisches und strukturiertes Denken sowie konzeptionelle und organisatorische Fähigkeiten sind ebenfalls Persönlichkeitsmerkmale, die für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben eine entscheidende Rolle spielen.

Semester
Der Begriff Semester stammt vom lateinischen Namen "sechs Monate". Er bezeichnet ein akademisches Studienhalbjahr an einer Hochschule. Dabei werden sowohl die Vorlesungszeit als auch die Semesterferien (vorlesungsfreie Zeit) mit einbezogen. In Deutschland wird in der Regel zwischen Wintersemester (WS) und Sommersemester (SS) unterschieden. Im Ausland gibt es aber auch Trimester oder andere Einteilungen. Bei der Aufteilung in Trimester besteht ein Studienjahr aus drei Trimestern, die jeweils ein Drittel des Jahres umfassen. Siehe auch ->Semesterwochenstunden.

Semesterwochenstunden (SWS)
Die traditionellen Studiengänge messen das Studienvolumen in Semesterwochenstunden (SWS). Maßeinheit ist die Stundenanzahl der pro Woche zu absolvierenden Lehrveranstaltungen. Wie viele SWS in welchen Lehrveranstaltungen zu absolvieren sind, ist in der Studien- bzw. Prüfungsordnung eines Studiengangs festgelegt. Für die neuen (modularisierten) Bachelor- und Masterstudiengänge sind dagegen die Leistungspunkte, die den gesamten Zeit- und Arbeitsaufwand im Studium (einschließlich Selbststudium, Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen, Prüfungsvorbereitung, Erstellung von Studien- und Abschlussarbeiten) umfassen, die relevante Maßeinheit. Siehe auch ->Semester, ->ECTS-Leistungspunkte.

Seminar
Das Seminar ist neben der Vorlesung eine klassische Form der Lehrveranstaltung an Hochschulen. Seminare finden regelmäßig ein- oder mehrmals pro Woche statt (Seminarreihe) oder werden am Stück einmal im ->Semester durchgeführt (Blockseminare). Seminare dienen der Vertiefung und Anwendung des in einer Vorlesung erworbenen Wissens.

Seniorenstudium
Die Angebote des Seniorenstudiums richten sich an ältere Erwachsene, die aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden sind oder sich im Übergang zur dritten Lebensphase befinden. Das Seniorenstudium wird an einigen Universitäten auch als "Universität des 3. Lebensalters" bezeichnet. Die Veranstaltungen erheben akademischen Anspruch und umfassen unterschiedliche Wissenschaftsbereiche. Die Teilnehmer haben zusätzlich die Möglichkeit über Probleme des Alters und des Alterns unter wissenschaftlicher Leitung zu diskutieren. Die Teilnahme am Seniorenstudium ist ohne fachspezifische Bildungsvoraussetzungen möglich. Sie ist gebührenpflichtig (Semestergebühr) und wird von den Hochschulen individuell geregelt. Teilnehmer am Seniorenstudium erhalten in der Regel einen Gasthörer-Status.

Staatsexamen
Das Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, für die staatliche Prüfungsämter bzw. Prüfungskommissionen verantwortlich sind. Ausbildungsstätten sind die Hochschulen. Die Zahl der Fächer hängt von der gewählten Studienrichtung ab. Mit einem Staatsexamen werden Studiengänge abgeschlossen, aus denen sich traditionsgemäß die Beamtenschaft rekrutiert (Rechtswissenschaft, Lehramtsfächer) oder die auf Berufe vorbereiten, die unter staatlicher Aufsicht stehen (Medizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie). Studiengänge, die mit einem Staatsexamen enden, sind in der Regel zweistufige Ausbildungsgänge. So folgt nach abgeschlossener erster Staatsprüfung ein Vorbereitungsdienst (Referendariat), der mit der zweiten Staatsprüfung abschließt. Erst dann hat ein Absolvent die volle Befähigung zur Ausübung des Berufes erlangt. Staatsexamina sind zugleich Laufbahnprüfungen für den Staatsdienst.


U

 

Universität des 3. Lebensalters
Siehe ->Seniorenstudium.


W

 

Weiterbildende Studien und Programme
Weiterbildende Studien und Programme wurden speziell für die Weiterbildung an Hochschulen entwickelt und richten sich gezielt an Hochschulabsolventen sowie Interessierte mit beruflichen Qualifikationen oder informell erworbenen Kompetenzen. Sie sind im Allgemeinen curricular aufgebaut und müssen insgesamt kostendeckend angeboten werden. Die Verantwortlichkeit hinsichtlich Gestaltung, Inhalte und Durchführung derartiger Studien und Programme liegt bei den jeweiligen Hochschulen als Weiterbildungsveranstalter und ist individuell unterschiedlich geregelt. Die Teilnehmer erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung der verantwortlichen Hochschule, akademische Hochschulgrade werden nicht verliehen. Die Durchführung dieser Studien und Programme kann in Vollzeit oder Teilzeit, d.h. auch berufsbegleitend erfolgen.

Weiterbildende Studiengänge
Weiterbildende Studiengänge spielen im Zuge der Forderung nach lebenslangem Lernen eine verstärkte Rolle innerhalb der Bildungsangebote der Hochschulen. Als Zugangsvoraussetzungen für weiterbildende Studiengänge sind neben einem Hochschulabschluss bzw. einer Hochschulzugangsberechtigung eine adäquate Berufserfahrung (mindestens 1 Jahr) oder informell erworbenen Kompetenzen erforderlich. Bei der inhaltlichen Konzeption derartiger Studiengänge sollen berufspraktische Erfahrungen von Anfang an integriert werden, mit dem Ziel berufsqualifizierende Fähigkeiten der Studierenden zu vertiefen und ergänzen. Weiterbildende Studiengänge sind curricular aufgebaut (Prüfungsordnung) und schließen nach erfolgreicher Abschlussprüfung mit einen akademischen Hochschulgrad ( ->Master, ->Diplom, ->Staatsexamen) ab. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden zukünftig ausschließlich weiterbildende Masterstudiengänge angeboten werden. Die Durchführung dieser Studiengänge kann in Vollzeit oder Teilzeit, d.h. auch berufsbegleitend erfolgen. Für weiterbildende Studiengänge werden - im Gegensatz zu ->Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengängen - Gebühren erhoben.

Weiterbildung
Weiterbildung ist die Fortsetzung oder die Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer ersten Bildungsphase und zwischenzeitlicher Berufstätigkeit oder Familienphase. Weiterbildung ist der Oberbegriff für alle Lernprozesse, in denen Erwachsene ihr Wissen erweitern bzw. ihre fachlichen und beruflichen Qualifikationen verbessern oder neu ausrichten. Es wird zwischen allgemeiner und politischer, beruflicher sowie wissenschaftlicher Weiterbildung unterschieden.

Wissenschaftliche Weiterbildung
Wissenschaftliche Weiterbildung ist neben Lehre, Studium und Forschung die vierte Kernaufgabe der Hochschulen. Wissenschaftliche Weiterbildung richtet sich an Personen mit Hochschulzugangsberechtigung oder Hochschulabschluss sowie an Personen mit jeweils adäquaten Berufserfahrungen und -kenntnissen oder informell erworbenen Kompetenzen.


Z

 

Zertifikat
Ein Zertifikat ist die Bescheinigung (Beglaubigung) bzw. der Nachweis einer Qualifikation. Hochschulen vergeben Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an Veranstaltungen, Weiterbildungsprogrammen oder weiterbildenden Studien, die nicht zu einem akademischen Abschluss führen. Die Zertifikatsvergabe erfolgt meistens nach bestandener mündlicher oder schriftlicher Abschlussprüfung. Reine Teilnahmezertifikate der absolvierten Veranstaltungen oder Programme sind ebenfalls möglich.

Zeugnis
Zeugnis ist die Bezeichnung für ein schriftliches Dokument, das eine Leistungsbewertung beurkundet. Im Vergleich zu Zertifikaten oder Teilnahmebescheinigungen müssen Zeugnisse neben einer inhaltlichen Programmbeschreibung auch eine Leistungsbeurteilung enthalten.

Zusatzstudiengänge
Siehe -> Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge.


WissWeit - Flyer
PDF-Download